„Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht!“

Schiedsrichter haben oft keinen dankbaren Job

SchiriSchiedsrichter haben auf der Platte oft einen sehr undankbaren Job. Ist eine Situation nicht ganz eindeutig – und dies kommt für die Zuschauer in einem schnellen Handball-Spiel auf so kleiner Fläche sehr oft vor – muss der Schiedsrichter schnell entscheiden: Freiwurf, progressive Bestrafung wie Gelb oder Zeitstrafe, Vorteil abwarten, weiterspielen lassen? Oft sind die Referees die Buhmänner eines Handballspiels, gegen die sich der Frust vor allem enttäuschter Zuschauer, gelegentlich auch der von Spielern und Trainern richtet.

Schiedsrichter müssen diesen Druck aushalten. Sie müssen auch dann ruhig bleiben, wenn es hek-tisch wird, müssen nüchtern und neutral ihre Entscheidungen treffen und dazu stehen, dürfen sich nicht beeinflussen lassen, nicht von 20 schimpfenden Eltern am Wochenende in der Halle, nicht von 2000 wütenden Fans in der Bundesliga.

Um eine Situation gut beurteilen zu können, sollte der Schiedsrichter konditionell gut drauf sein und immer Ball und Spiel gut im Auge haben. Deshalb ist er immer in Bewegung, um sich diesen Blick zu verschaffen.

Natürlich können auch zwei Schiedsrichter nicht jede Regelwidrigkeit immer erkennen, noch schwieriger wird es, wenn das Spiel nur von einer Person geleitet wird. Dennoch muss man selbst-verständlich davon ausgehen, dass die Entscheidungen neutral getroffen werden.

Liebe Handball-Fans, Zuschauer, Eltern, Freunde, unterstützen wir unsere Spielleiter in ihrem Be-mühen, das Spiel sicher und richtig zu leiten. Sehen wir gerade unseren jungen Schiedsrichtern, die noch Erfahrungen sammeln müssen, mögliche Fehlentscheidungen nach. Auch die Spieler und Betreuer sind, wie man immer wieder feststellen kann, leider nicht fehlerlos. Helfen wir zusammen, dass alle Spaß am Handballspiel haben können.

Allen Schiedsrichter-Kolleginnen und -Kollegen eine interessante und möglichst stressfreie Saison 2016/17!